
4. Sabines Geburtstagsultra
Es war wie nach Hause kommen. Teilnahmegebühr auf Spendenbasis – ich hab dem Veranstalter 20 € in die Hand gedrückt, er meinte “wir wollen uns ja hier nicht bereichern” und gab mir 10 € zurück.
Der Lauf war mit Eigenverpflegung deklariert. Es gab Melone, Gummibärchen, Tucs, Brezeln, ein Blech Streuselkuchen und und und. 25 Teilnehmer, von denen 23 antraten. 6 Runden à 8,1 km, man kommt immer wieder am Parkplatz vorbei und kann nachlegen.
Die Sonne war erbarmungslos, die Strecke aber wirklich sehr schön und gut gewählt – hauptsächlich durch die Wälder, nur 20, vielleicht 30 % über Asphalt und durch die Sonne. Es gab auch ein paar Bäume zu überwinden, und eine tödliche Gefahr in Form von Gänsen.
Im Gegensatz zum Grenzgänger kam mir die Strecke verhältnismäßig flach vor – was natürlich Quatsch ist, ich würde sie eher als wellig beschreiben. Der Veranstalter ist uns quasi entgegengelaufen, um Fotos zu machen, die er im Anschluss jedem einzeln zugesendet hat. Es war einfach wunderschön. Genau so müssen solche Veranstaltungen sein: klein, liebevoll, angereichert mit den tollsten Menschen, die man finden kann.
Als ich in die letzte Runde gestartet bin, waren die meisten schon fertig. “Das ist deine letzte Runde, oder? Genieß es!” Und ich hab’s genossen.
Verpflegung unterwegs gab es einige Squeeze-Gels, eine Packung Superwürmer, ein Stück Melone, eine halbe Packung Tuc, ein alkoholfreies Bier, ISO, 7,5 l Wasser und ein paar Salztabletten.
Abends hab ich mich dann von einem Profi für die Regeneration inspirieren lassen. Das war so toll – einige kannte ich sogar schon vom Roten Sand Trail. Die treffe ich nächsten Monat wieder.
Es gab 6 Pokale für die jeweils besten drei ihres Geschlechts, eine Rote Laterne für den letzten Läufer und eine Soforturkunde.
Solche Läufe zeigen mir, was bei den großen Rennen oft untergeht: es geht um die Menschen, nicht um Zeiten oder Plätze. Ehrenamtlich organisiert, auf Spendenbasis, ohne Kommerz – und trotzdem (oder gerade deswegen) das schönste Event des Jahres.