Drei Läufe im Sommer 2024: Melibokus, Frankenstein, Dieburg
Es wird Zeit, von meinen jüngsten Laufabenteuern zu berichten. Die letzten Wochen waren vollgepackt mit Wettkämpfen, und ich kann sagen: Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Krafttraining habe ich in der Zeit fast komplett ausgeklammert.
Melibokuslauf (10 km) – 9. Juni 2024
Bei strahlendem Sonnenschein und perfektem Laufwetter ging es auf die 10km-Strecke. Mit einer Zeit von 1:08:05 und 270 Höhenmetern war es eine ordentliche Herausforderung. Das Highlight: definitiv die Atmosphäre. Die Teilnehmer waren unglaublich nett, und der Fahrrad-Bergsprint war ein echtes Spektakel.
Aber das Beste kam zum Schluss: Ich laufe ins Ziel ein, und wen sehe ich da? Meinen Vater! Er hat mich total überrascht und stand da, um mich zu beglückwünschen. Das hat mich echt umgehauen und motiviert.
Lindwurm-Lauf Frankenstein (10 km) – 30. Juni 2024
Drei Wochen später stand der Lindwurm-Lauf an. Was für eine Strecke – anspruchsvoll, aber wunderschön. Mit 1:02:57 und 230 Höhenmetern war ich schon deutlich flotter unterwegs. Allerdings hatte Petrus wohl was gegen uns, es hat geschüttet wie aus Eimern. Aber das hat dem Spaß keinen Abbruch getan – im Gegenteil, es hatte fast etwas Episches, durch den Regen zu laufen. Die Stimmung unter den Läufern war trotz, oder gerade wegen des Wetters, einfach großartig.
Dieburger Stadtlauf (10 km) – 6. Juli 2024
Und dann kam der Dieburger Stadtlauf. Endlich mal eine flache Strecke, und ich hatte mir fest vorgenommen, die 10 km unter einer Stunde zu schaffen. Mit 52:31 Minuten hab ich’s tatsächlich geschafft – okay, die Strecke war laut Uhr nur 9,29 km lang, aber ich nehme den Erfolg trotzdem mit.
Das Beste an diesem Lauf: Ich traf zufällig meinen alten Kneipenwirt aus der “Kastanie” in Bickenbach am Start. Er ist über 65 und immer noch topfit. Wir haben uns die ersten 1-2 Runden super unterhalten, dann hab ich mich an ihn rangehängt. Am Ende sind wir sogar händchenhaltend über die Ziellinie gelaufen.
Fazit
Diese Wettkämpfe haben mir wieder gezeigt, warum ich das Laufen so liebe. Es geht mir nicht nur um Zeiten und Strecken, sondern um die Erlebnisse, die Menschen, die man trifft, und die persönlichen Siege, die man feiert. Ich vergleiche mich nur mit mir selbst – und merke, wie ich mich von Lauf zu Lauf verbessere. Von den anspruchsvollen Trails am Frankenstein bis zur Speedjagd in Dieburg: jeder Lauf hat seinen eigenen Charme.