Grenzgänger Trail – 30 km und 1500 Höhenmeter in den Alpen


War super, tolle Aussicht. Ein paar Stellen technisch anspruchsvoll, aber das meiste war echt gut laufbar. Die Atmosphäre mit den Bergen kann man mit der Kamera ehrlich gesagt nicht einfangen – das muss man selbst gesehen haben, um es zu spüren.

Ein sehr kleines, liebevoll veranstaltetes Rennen. Selbst der Bürgermeister ist mitgelaufen.

Nach dem Start musste man nicht weit laufen, um sich die ersten knapp 500 Hm zu gönnen. Hatte mich ganz hinten einsortiert und bin trotzdem etwas zu schnell angelaufen. Man sollte schon trittsicher sein – gerade weil es so schön grün ist, unterschätzt man gerne mal die Gefahr. Faustregel: Wenn ein Rucksack nicht stehen bleiben würde, wird’s gefährlich.

Zwischen breiten Wanderwegen, die man auch mit dem Auto befahren könnte, und schmalen Singletrails, die durchaus mal anspruchsvoller waren, gab es viel Abwechslung. Kein Sky Race, trotzdem war ich definitiv an meiner läuferischen Grenze. Die Wege waren gut markiert, ab und an hatte ich den Vorteil, den Spuren der anderen folgen zu können – einmal ging’s von Pfosten zu Pfosten über eine Almwiese. Verpflegungsstationen waren top: Wasser, ISO, Banane, Melone.

Wurzeln und teilweise sehr steile Drops machten mir an einigen Stellen zu schaffen. Ein Teil ging durch eine Schlucht, wo man ein paar Mal einen Bachlauf queren musste – nach den ganzen sonnendurchfluteten Almen eine willkommene Abwechslung, auch wenn es dort sehr rutschig und teils schlammig wurde.

Danach wieder hoch, die letzten 500 Hm von den knapp 1500 Hm in die Wadeln zimmern. Auf der Alm musste ich etwas langsamer machen, um die Einheimischen nicht zu verärgern. Dann wurde es noch mal richtig schön flowig – die Wanderer haben trotzdem nicht schlecht geschaut, wenn man an ihnen vorbeirauschte.

Sportlich ging es mir soweit gut. Bisschen Kopfkino gehabt, weil ich diesmal nicht im Mittelfeld mitgelaufen bin, sondern eher hinten. Platz 46 von 49 – aber die Platzierung war eh nie die Metrik. Bei über 32 Grad ging’s um die eigene Grenze, nicht ums Ranking, und die hab ich an dem Tag klar gespürt. Das letzte Drittel bin ich noch deutlich schneller gelaufen als den Rest vom Rennen, da hab ich auch noch zwei eingesammelt.

Keine Blasen oder sonstige Probleme, die Beine waren am Montag schon wieder fit. Einmal wieder das Husten gehabt – ich vermute, dass meine Lunge unter länger andauernder Belastung einfach Probleme macht, Nachwirkung vom früheren Rauchen. Das andere Problem war ein doppeltes: die ganze Zeit ein Wasserbauch, ab und an Kotzreiz, dazu kam, dass ich lange nicht musste – einmal in den 5 Stunden, dann kam es colafarben raus. Hat bis zum Abend gedauert, bis es wieder klar war. Hatte eigentlich genug Salztabletten und ISO genommen und meiner Meinung nach auch nicht zu viel, um Probleme zu bekommen.

Bin jedenfalls sehr zufrieden mit mir. Das Rennen war, bis auf die Parkplatzsituation, ein absoluter Traum.