10km-PR in Rüsselsheim – 48:31
Daten zum Rennen
- Distanz: 10,11 km
- Zeit: 48:31 (neue PR)
- Ø Herzfrequenz: 174 S/min, Max 182 S/min
- Ø Tempo: 4:53 min/km
- Wettkampfergebnis: Platz 15 von 18 in der Altersklasse, Gesamtplatz 96 von 206 Läufern
- RPE: 9/10
Laufreport
Es gab auf dem Schulgelände nur die Ausschilderungen zu den Toiletten, ansonsten musste man sich durchfragen oder suchen. Die Startlinie war einfach mit Lack auf den Boden gesprüht, das Ziel ein schmaler Korridor, wo jeweils zwei Leute im Auto saßen und die Startnummern erfasst haben.
Ich bin zum Aufwärmen dreimal um die Schule gelaufen, hab ein paar Lauf-ABC-Übungen mit einfließen lassen. Am Start wurde noch eine Streckenänderung angekündigt, da die Originalstrecke überflutet war – jetzt mit einem neuen Wendepunkt.
Nach dem Start ging es durch parkende Autos erst mitten auf der Straße durch ein Wohnviertel, dann an einem Weiher vorbei und auf Waldwegen entlang über eine Autobahnbrücke. Nach Kilometer 1 hatte ich bestimmt schon das erste Viertel der Läufer hinter mir gelassen.
Ich versuche mich immer bei einem Läufer in etwa meiner Kragenweite einzuhängen – diesmal hatte ich tatsächlich jemanden gefunden, an den ich mich anhängen konnte. Anscheinend ein Triathlet mit sehr guter Lauftechnik.
Kurz vor der Autobahnbrücke hab ich mich bei ihm für das unfreiwillige Pacing bedankt – im Nachhinein hab ich mich schlecht gefühlt, weil ich ihn bei der Anhöhung der Brücke (ca. km 7) quasi stehen gelassen habe. Mein Puls ist dort von 175, was ich so eigentlich das ganze Rennen über im Schnitt hatte, auf 185 hochgeklettert. Dafür hab ich nichts an Geschwindigkeit eingebüßt und war nach 1-2 Minuten auch schon wieder bei 175. Muss ja auch mal Vorteile haben, ein Hybrid zu sein.
Die Sub-50 war das Ziel, und dass er genau an der Stelle eingebrochen ist, wo ich hochgeschaltet hab, hat das schlechte Gewissen noch verstärkt. Im Nachhinein: falsch gemacht hab ich nichts. Beim Rennen läuft jeder so, wie er kann.
Bei Kilometer 9, bei den jungen Damen, die mir “Langhaarige Läufer sind die besten” zugerufen haben, hab ich noch mal Gas gegeben. Vor dem Ziel haben meine zwei Liebsten auf mich gewartet – der Kleine von beiden hatte die Hand zum Abklatschen ausgestreckt und kurz vorher zurückgezogen. Sorgte für ordentlich Gelächter.
Bis auf eine kleine Rangelei am Zieleinlauf (Startnummer nicht vorne befestigt, Diskussion mit dem Ordner) war es ein rundum schönes Event. Beeindruckend, was gerade die Älteren immer wieder abliefern. Hut ab.